Die Schweizer Charta für Daten-Literalität wurde soeben von den Akademien der Wissenschaften Schweiz veröffentlicht ! Diese Initiative, an der die Medizinische Gesellschaft Wallis eng mitgearbeitet hat, zielt darauf ab, die Kultur des Umgangs mit Daten in der Schweiz zu verändern!
Diese Charta strebt an, jedem Einzelnen die nötigen Kompetenzen zu vermitteln, um in einer zunehmend digitalisierten Welt mit persönlichen Daten umzugehen und Informationen kritisch zu bewerten.
„Wir hoffen, dass diese Charta die Implementierung dieser Grundprinzipien in allen laufenden Digitalisierungsprozessen erleichtert und anregt, vor allem aber auch bei der Nutzung und Interpretation von Daten aus dem Gesundheitsbereich in ihrem angemessenen Kontext über eine gemeinsame Kultur der ‚data literacy‘, die es durch regelmässige interprofessionelle Rückmeldungen ermöglicht, zahlreiche unnötige und wenig konstruktive Konflikte zu vermeiden, die unser Gesundheitssystem derzeit blockieren„, erklärt Monique Lehky-Hagen, Präsidentin der Medizinischen Gesellschaft Wallis.
Förderung der Datenkompetenz für alle
Die Charta ist eine Antwort auf das wachsende Bedürfnis unserer Gesellschaft, Daten zu verstehen und zu beherrschen.
Angesichts des raschen Wachstums der künstlichen Intelligenz und des Datenvolumens ist es von entscheidender Bedeutung, dass jeder Einzelne eine solide Daten-Literalität erwirbt. Diese Charta zielt darauf ab, die notwendigen Kompetenzen zu vermitteln, um Daten selbstbestimmt zu nutzen und darauf basierende Informationen zuverlässig zu bewerten.
Die Akademien betonen, dass diese Kompetenz entscheidend ist, um sich in einer vernetzten Welt zu bewegen, in der die Fähigkeit, Daten zu bewerten, von größter Bedeutung geworden ist.
Die Grundlagen der Data Literacy
Data Literacy umfasst laut der Charta die Fähigkeit, Daten auf reflektierte Weise zu sammeln, zu bewerten und zu verwenden und dabei die Grundsätze des Datenschutzes und der Datenethik einzuhalten.
Ein ständiger Dialog zwischen Datenproduzenten und -konsumenten ist von entscheidender Bedeutung, um sich an die raschen Entwicklungen in diesem Bereich anzupassen. Durch diesen kontinuierlichen Lernprozess kann eine sinnvolle und ethische Nutzung von Daten sichergestellt werden.
Die Akademien betonen die Wichtigkeit dieser lebenslangen Bildung, um eine gut informierte Gesellschaft zu gewährleisten, die in der Lage ist, informierte Entscheidungen zu treffen.
Ein Aufruf zur nationalen und internationalen Zusammenarbeit
Um die Ziele der Charta zu erreichen, ist eine Koordination zwischen allen Beteiligten unerlässlich.
Die Medien, Bildungseinrichtungen und politischen Entscheidungsträger spielen eine entscheidende Rolle bei der Förderung der Datenkompetenz.
Die Akademien der Wissenschaften Schweiz rufen zu einer engen Zusammenarbeit auf allen Ebenen auf und berücksichtigen dabei auch internationale Entwicklungen.
Die Charta soll einen tiefgreifenden kulturellen Wandel herbeiführen, der auf soliden Grundsätzen beruht, um eine partizipative Gesellschaft zu schaffen, in der jeder Einzelne Daten selbstbewusst und ethisch korrekt nutzen und interpretieren kann.
Data Literacy: ein Walliser Steckenpferd
Im Jahr 2023 nahm Monique Lehky Hagen, Präsidentin der Walliser Ärztegesellschaft, am Digital Health Connect teil, einem unumgänglichen Treffen der Akteure des Gesundheitswesens und der Digitalisierung, um sich während eines Rundtischgesprächs über Nachhaltigkeit und Innovation im Gesundheitswesen sowie über Health Literacy auszutauschen.
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