Parasomnie: Einblick in das Gehirn von Schlafwandlern

Somnambulist rising from bed near green wall indoors, multiple exposure. Sleepwalking

Das Forschungsteam um Pre Francesca Siclari (PI des Sense) hat einen entscheidenden Schritt zum Verständnis der Gehirnmechanismen von Parasomnien unternommen und überraschende Entdeckungen über die Erfahrungen von Schlafwandlern gemacht.

Diese bahnbrechende Studie, die am CHUV durchgeführt und vom SNF unterstützt wurde, enthüllt die zerebralen Geheimnisse von Menschen, die man als „blockiert“ zwischen Schlaf und Wachheit bezeichnen könnte.

Parasomnien verstehen

Im Gegensatz zum beliebten Bild des Schlafwandlers mit geschlossenen Augen und ausgestreckten Armen ist die Realität viel komplexer. Schlafwandler, die oft mit offenen Augen schlafen, interagieren auf ausgeklügelte Weise mit ihrer Umgebung, ein Zustand, der unter dem medizinischen Begriff „Parasomnie“ klassifiziert wird. Diese Verhaltensweisen reichen von einfachen Gesten wie dem Aufsetzen im Bett bis hin zu komplexeren Handlungen wie dem Umhergehen oder Schreien und betreffen etwa 2-3% der erwachsenen Bevölkerung.

Methodologie der Studie

Das Team um Pre Francesca Siclari entwickelte eine einzigartige Methode, um im Labor Episoden von Parasomnie hervorzurufen. Nach einer Nacht mit normalem Schlaf unterzogen sich die Patienten einem Schlafentzug, gefolgt von einer intensiven Beschallung während des Tiefschlafs. Mit dieser Technik wurden Parasomnie-Episoden ausgelöst, die die Forscher dann im Detail untersuchten, indem sie die Patienten nach jeder Episode befragten.

Die Träume und Erlebnisse der Schlafwandler

Die Ergebnisse zeigten, dass 56% der Parasomnie-Episoden Träume beinhalteten, die oft beängstigend waren, wie die Angst vor einer einstürzenden Decke oder die Suche nach einem verlorenen Baby. In 19% der Fälle konnten sich die Patienten nicht an ihre Erlebnisse erinnern und wachten mitten in Handlungen auf, ohne sich daran zu erinnern, wie diese ausgelöst worden waren. Die Gehirnanalysen zeigten ähnliche Aktivierungen wie in Träumen, was darauf hindeutet, dass Schlafwandler komplexe Traumerfahrungen machen.

Implikationen und Ausblick

Diese Studie stellt einen entscheidenden Fortschritt im Verständnis von Parasomnien dar. Die gesammelten Daten liefern wertvolle Einblicke in die Gehirnmechanismen, die für die Erfahrungen von Schlafwandlern verantwortlich sind, und ebnen den Weg für gezieltere und effektivere therapeutische Maßnahmen.

Indem die Forscher des CHUV die Geheimnisse der Parasomnien enthüllen, legen sie die Grundlage für eine bessere Behandlung von Schlafstörungen.

Entdecken Sie die Studie: Shared EEG correlates between non-REM parasomnia experiences and dreams | Nature Communications

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